SPA. Das weltgrößte GT-24h Rennen fand offiziell vom 25.- 28.07.2019 in Belgien statt. Eine Rennwoche geprägt von Sonnenstrahlen, denn bis zu 40 Grad waren an der wunderschönen belgischen Rennstrecke deutlich zu spüren, welche sich leider am Renntag zu Regenschauern wandelten. Im Gegensatz zu den 24-Stunden am Nürburgring kommen in SPA alle Autos aus der GT3-Klasse. Die Aufteilung in die verschiedenen Kategorien erfolgt auf Grund der Erfahrung der Piloten. Ein sehr turbulentes und spannendes Rennen, mit einer mehrstündigen Unterbrechung, wie man es davor kaum erlebt hatte.

Walkenhorst Motorsport, Gesamtsieger aus dem Jahr 2018 trat erneut mit zwei M6 GT3 an. Wie auch im Jahr davor waren die Boliden im Total Design zu bestaunen. Das Team ist in der Intercontinental GT Challenge vertreten, bei der die 24h in SPA dazuzählen. Christian Krognes (NOR), Nicky Catsburg (NL) und Mikkel Jensen (DEN) teilen sich in dieser Serie das Cockpit im PRO M6 GT3 #34. Bei den 24h in SPA war ebenfalls das Schwesternauto vertreten. Diesmal mit Teamchef Henry Walkenhorst (DE), David Pittard (GB), Anders Buchardt (NOR) und Donald Yount (USA) als Piloten.

Wie bei einem 24h Rennen bekannt, startet die Woche für das Team relativ früh. Bereits am Montag beginnt der Aufbau, gefolgt am Dienstag von der technischen Abnahme und dem Bronze Test des M6 GT3 #36. Ebenfalls waren einige „Trackwalks“ im Zeitplan enthalten. Fahrer und Teams nutzten die Gelegenheit die Strecke zu Fuß zu begehen und somit die Streckenbeschaffenheit, Bremspunkte, Fahrlinien, Höhe der Curbs und den Asphalt im Detail betrachten.

Am Mittwoch fand wie im jeden Jahr die berühmte Parade im Zentrum der Stadt SPA statt. Rennboliden wurden ausgestellt und Fans hatten die Möglichkeit die Fahrer hautnah zu erleben. Tausende Bilder wurden geschossen, etliche Autogrammkarten und Poster verteilt. Eine unglaublich tolle Atmosphäre. Abgerundet wurde dieses Event mit dem Fahrerbriefing im wunderschönen „Le petit theatre“ der Stadt.

Das offizielle Event startete am Donnerstag. Freies Training, Pre-Qualifying, Qualifying, und Nachttraining sorgten für einiges an Arbeit bei den Teams. Nachdem die Fahrzeuge im Training und Pre-Qualifying noch einmal auf die Streckenbedingungen abgestimmt wurden, ging es ins Qualifying. Jeder Fahrer hatte 15 Minuten Zeit seine schnellst mögliche Runde zu fahren. Am Ende wird die jeweils schnellste Runde jedes Fahrers addiert und daraus die Durchschnitts- Rundenzeit gebildet. Leider sah es in diesem Jahr nicht so gut aus wie im letzten. Ein auf Grund der Hitze schwieriges Qualifying ergab als Resultat den 35. Starterplatz für den PRO M6 GT3 #34 und den 8. Platz in der AM Klasse für den M6 GT3 #36. Somit kam es am Freitag leider nicht zur Superpole für Walkenhorst Motorsport. Nichtsdestotrotz ging das Team motiviert an den Start und nahm das „Warm up“ am Freitag für das PRO Fahrzeug noch mit.

 

Renntag. Trotz der enormen und andauernden Regenfälle gab es zahlreiche Besucher bei der Autogrammstunde und auf der Startaufstellung. Nicky Catsburg (NL) ging mit dem M6 GT3 #34 und Anders Buchardt (NOR) mit dem M6 GT3 #36 an den Start. Leider erlitt das AM-Fahrzeug nach bereits einer Stunde einen Rückschlag und musste somit auf Grund eines technischen Problems das Rennen frühzeitig beenden. Was für ein trauriges Ereignis nach all der harten Arbeit und Vorbereitung. Das Team raufte sich zusammen und stürzte sich mit gesamter Kraft und Konzentration auf das PRO Fahrzeug. In den ersten Stunden hatte sich der M6 GT3 #34 mit sehenswerten Überholmanövern durch das Feld gekämpft und lag in den Morgenstunden in den Top-10. Das Rennen wurde abgebrochen und aus 24h wurden plötzlich 18h. Die Nacht wurde ohne jeglichen Zwischenfall überstanden und nach einer knapp 6-stündigen Unterbrechung startete die #34 auf Platz 2 wieder ins Rennen. Christian Krognes bewies erneut sensationelle Leistung und lag nach dem Neustart sogar auf den 1. Platz. Leider musste der obligatorische technische Boxenstopp noch durchgeführt werden, welcher fünf Minuten kostete. Dieser Abstand war zu enorm um ihn im letzten Teil des Rennens wieder einzuholen. Der Rennabbruch ruinierte leider die Strategie und führte zu einem 11. Platz am Ende des Rennens. Eine dennoch sehr bemerkenswerte Aufholjagd vom 35. Platz.

„Als Gesamtsieger vom letzten Jahr haben wir natürlich erneut dieselbe Intention gehabt. Es ist sehr schade, dass das Rennen nicht lief wie geplant, da es vor allem vor Rennabbruch sehr gut für unser Fahrertrio aussah. Sie haben einen fehlerfreien Job abgeliefert und ich bin sehr froh solche Fahrer und solch ein Team zu haben. Leider haben wir wegen des noch ausstehenden Technik-Stopps sehr unter der roten Flagge gelitten. Wir schauen nach vorne, denn nächstes Wochenende sind wir bei dem VLN 6h Highlight erneut am Nürburgring zu sehen. Wir freuen uns und werden definitiv auch nächstes Jahr in SPA unsere Stärke beweisen“ so Teamchef, Henry Walkenhorst.