Nach einem erfolgreichen Saisonabschluss bei der VLN 9 im Oktober 2018 für Walkenhorst Motorsport, der von einer Poleposition mit dem neuen Rekord für Christian Krognes (NOR) auf der Nordschleife geprägt wurde, war es für die Mannschaft an der Zeit, sich wieder auf die Rennstrecke zu begeben. Die erste Veranstaltung der Saison fand auf der wunderbaren, aber auch sehr gefährlichen Strecke des Mount Panorama Circuit in der australischen Stadt Bathurst statt. Das 12-Stunden-Rennen startete am 3. Februar 2019 und war das erste von fünf Rennen der Intercontinental GT Challenge (IGTC).

Für Walkenhorst Motorsport war der Mount Panorama Circuit nicht neu, denn schon in 2017 besuchte das Team erstmalig Bathurst in Down Under. Leider konnte im Februar 2017 auf Grund eines Unfalls im Qualifying keine Teilnahme am Rennen stattfinden. Aber für 2019 rechnete Walkenhorst Motorsport mit guten Chancen auf der 6,213-Kilometer-Strecke, die durch den BMW M6 GT3 #34 bezwungen werden sollte.

Im Vorfeld war es Walkenhorst Motorsport zusammen mit BMW Motorsport gelungen, eine sehr gute Kombination aus drei irrsinnig schnellen Fahrern zusammenzustellen, die den BMW M6 GT3 #34 während der fünf Veranstaltungen des IGTC präsentieren sollen. Mit diesem Fahrerteam rechnet sich das Team hohe Chancen für eine sehr gute Leistung aus. Die Fahreraufstellung für die 12h von Bathurst und der vier weiteren IGTC Rennen besteht aus dem 2018 Spa-Gewinner Christian Krognes (NOR), der von den BMW-Fahrern Nicky Catsburg (NL) und Mikkel Jensen (DEN) unterstützt wird. Ganz klar eine perfekte Mischung!

Die Woche begann am Dienstag für das Team mit dem Aufbau, dem die Fahrzeugvorbereitung am Mittwoch- und Donnerstagmorgen folgten. Nach der durchgeführten Administration war es für Fahrer und Ingenieure an der Zeit, gemeinsam den traditionellen „Trackwalk“ zu machen. Am Freitag standen vier freie Trainings auf dem Programm.

Die ersten Runden auf der anspruchsvollen Strecke im Jahr 2019 beendete der BMW M6 GT3 #34 mit einer Bestzeit von 2.05.1153. Auch der Samstag vor dem Rennen war komplett durchgeplant. Das freie Training #5 war der erste Punkt auf der Tagesordnung und die Crew meisterte eine Zeit von 2:04.8360. Es ging weiter mit dem Qualifying #1, bei dem es schon um etwas mehr ging. Nach 45 Minuten, in denen Christian Krognes und Mikkel Jensen das Steuer teilten, endete die Session mit einer Bestzeit von 2:05.5282. Das Qualifying #2 war nur für die Klasse A, welche die Pro-Kategorie mit Nicky Catsburg hinter dem Steuer für die Session bedeutete. Nach 30 Minuten verpasste der BMW M6 GT3 #34 leider das Top 10-Shootout um nur 0,150 Sekunden. Nicky Catsburg setzte eine neue Bestzeit von 2:02 und schnappte sich somit den 14. Startplatz für das Rennen.

Renntag. Um 5:45 Uhr (19:45 Uhr europäischer Zeit) ging es los – für die folgenden 12 Stunden wurde nach purer Konzentration gefragt. Leider war jedoch das Glück auch diesmal nicht auf der Seite der Mannschaft. Dem Team kam es vor wie ein Déjà-vu aus dem Jahr 2017. Nicky Catsburg musste das Fahrzeug schon 55 Minuten nach Rennstart wieder verlassen. Ein technisches Problem zwang das Team, das Auto leider stehen zu lassen. Es war eine große Enttäuschung für das Team, welches die ganze Woche über sehr zufrieden mit dem Auto war. „Das ist Motorsport, man weiß nie, was als Nächstes passiert“, so Niclas Königbauer, Teammanager Walkenhorst Motorsport. Die 12h von Bathurst waren erst der Anfang einer spannenden und ereignisreichen Rennsaison. Vom 21. bis 23. März 2019 geht es direkt weiter mit der VLN Saisoneröffnung am Nürburgring.