Walkenhorst Motorsport holt Klassensieg und zeichnet sich als drittbestes BMW-Team aus.

Am vergangenen Wochenende zog die 43. Auflage des ADAC Zurich 24h-Rennens wieder tausende Motorsport-Fans in die Eifel. Das Highlight des Jahres sorgte mit einem hochkarätigen Starterfeld für Motorsport vom Feinsten.

Walkenhorst Motorsport schickte gleich vier Rennboliden auf die 24-stündige Hatz durch die Grüne Hölle. Neben dem Dunlop BMW Z4 GT3 und dem TÜV Süd BMW Z4 GT3 gingen ebenfalls der Knuffi M235i Racing in der CUP5 Klasse sowie der Werks BMW M235i Racing in der SP8T an den Start.

Im Vorfeld rekrutierte das Team eine vielversprechende Fahrerpaarung. Felipe Fernández Laser (DE), Michela Cerruti (IT), John Edwards (US) sowie der ADAC GT Masters Champion von 2013 Daniel Keilwitz (DE) griffen im Dunlop BMW Z4 GT3 ins Volant. Im Schwesterauto, dem TÜV Süd BMW Z4 GT3, teilten sich das Cockpit Henry Walkenhorst (DE), Ralf Oeverhaus (DE), Christian Bollrath (DE) und Stefan Aust (DE).
Thomas D. Hetzer (DE), Matias Henkola (FI), „Thyson“ (DE) und Henning Cramer (DE) bestritten hinter dem Lenkrad des Knuffi BMW M235i Racing die 24 Stunden durch die Grüne Hölle. Eine besondere Premiere für das Team war der Einsatz des Werks M235i Racing. Hier teilten sich das Cockpit des BMW M235i Racing Bernd Ostmann (DE), Christian Gebhardt (DE), Victor Bouveng (SE) sowie die Motorsportlegende Harald Grohs (DE), der in diesem Jahr sein
30. und letztes 24h Rennen am Nürburgring bestritten hat.

In der ersten von zwei Qualifikations-Sessions konzentrierte man sich darauf eine erste Zeit zu setzen. Zusätzlich stand die Erprobung der Fahrzeuge bei Dunkelheit auf dem Plan. Leider waren die Wetterbedingung am Donnerstagabend so schlecht, dass an eine Zeitenjagd vorerst nicht mehr zu denken war.
Gut 20 Minuten vor dem Ende der Session verbesserten sich die Bedingungen und die Strecke trocknete ab. Am Ende der Session konnte für den Dunlop BMW Z4 GT3 eine Zeit von 8:55.898, für den TÜV Süd BMW Z4 GT3 eine Zeit von 10:40.849, für den Knuffi BMW M235i Racing eine Zeit von 10:12.874 und für den Werks BMW M235i Racing eine 10:14.725 verbucht werden

Die 2. Qualifikations-Session am Freitagmorgen begann nach einer regnerischen Nacht mit einer zunächst nassen Strecke und leichtem Nebel. Doch auch wie am Vortag trocknete die Strecke ab, sodass sich die Zeitenjagd auf die letzten Runden konzentrierte. Das Fahrerquartett des TÜV Süd BMW Z4 GT3 Henry Walkenhorst (DE), Ralf Oeverhaus (DE), Christian Bollrath (DE) und Stefan Aust (DE) steigerte sich, nach einer tollen Performance mit einer Zeit von 8:53.604, von Position 81 auf Position 36. Die Dunlop BMW Z4 GT3 Besatzung Felipe Fernández Laser (DE), Michela Cerruti (IT), John Edwards (US) und Daniel Keilwitz (DE) beendete die 2. Qualifikation mit einer 8:49.345 auf Platz 33. Da das Fahrzeug sich bereits im 6 Stunden Qualifikationsrennen für das TOP-30 Qualifying qualifiziert hatte, konzentrierte man sich in dieser Session auf Abstimmungsarbeiten. Thomas D. Hetzer (DE), Matias Henkola (FI), „Thyson“ (DE) und Henning Cramer (DE) kamen mit einer Bestzeit von 9:37.971 auf Position 63 und sicherten sich so mit dem Knuffi BMW M235i Racing den 4. Platz in der Klasse. Bernd Ostmann (DE), Christian Gebhardt (DE), Victor Bouveng (SE) und Harald Grohs (DE) kamen im BMW Medienfahrzeug mit 10:14.725 auf den 99. Platz und damit den 2. Platz in der Klasse.

Im TOP-30 Qualifying konnte Felipe Fernández Laser (DE) die volle Performance des Dunlop BMW Z4 GT3 in der TOP-30 Qualifikation nicht voll ausschöpfen, da sich in der 2. Runde ein langsameres Teilnehmerfahrzeug vor ihm befand und ihn blockierte. Am Ende sicherte sich Felipe Fernández Laser (DE) mit einer Zeit von 8:30.169 den 26. Startplatz.

Der Rennstart erfolgte am Samstag, um 16.00 Uhr bei trockenen Bedingungen. Doch bereits um 17.20 Uhr setzte Regen ein, der für schlechte Streckenbedingungen sorgte. Zwischenzeitlich nachlassender Regen und eine abtrocknende Strecke sowie erneut einsetzender Regen schufen für Fahrer und Teams schwierige Mischbedingungen, die bis in die Nacht anhielten. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten verlief die Nacht, dank der guten Vorbereitung der Fahrzeuge, ohne Zwischenfälle. Am Morgen fand sich das Team nach 14 Stunden auf folgenden Positionen wieder:

#17 Dunlop BMW Z4 GT3 7. Platz Gesamt / 7. Platz Klasse
#18 TÜV Süd BMW Z4GT3 18. Platz Gesamt / 17. Platz Klasse
# 235 BMW Medienfahrzeug 49. Platz Gesamt / 1. Platz Klasse
#308 Knuffi M235i Racing 41. Platz Gesamt / 3. Platz Klasse

Die Strategie für die verbleibenden Stunden war gezielt schnelle Runden zu fahren ohne das Material zu stark zu beanspruchen und einen Defekt zu riskieren.

Nach 24 Stunden durfte das Team bei Zieleinlauf Platz 6 für den Dunlop BMW Z4 GT3, Platz 15 bzw. Platz 13 in der Klasse für den TÜV Süd BMW Z4 GT3, Platz 33 bzw. Platz 2 in der Klasse für den Knuffi M235i Racing sowie Platz 42 bzw. Platz 1 in der Klasse für den Werks BMW M235i Racig bejubeln.

Henry Walkenhorst: „Ein unglaubliches Ergebnis und eine außergewöhnliche Teamleistung. Wir haben gezeigt, dass wir als Privatteam in der Lage sind vorne mitzufahren. Die Fahrer und das Team haben einen außergewöhnlich guten Job gemacht und können stolz auf das Ergebnis sein. Dies konnte nur durch harte Arbeit unseres Teams, das Können der Fahrer und der Unterstützung unserer Partner erreicht werden.“

Harald Grohs: „Ich möchte mich für die tolle Vorbereitung des Fahrzeuges, die perfekten Boxenstopps, den sehr professionellen Einsatz und die supernette Zusammenarbeit bei dem gesamten Team Walkenhorst bedanken! 4 Fahrzeuge am Start und 4 Fahrzeuge in Wertung angekommen… das spricht für sich!“

Daniel Keilwitz: „Platz 6 ist ein super Ergebnis für das ganze Team. Das Team hat einen super Job gemacht. Die anderen Fahrer waren auch wirklich superklasse, es hat jeder sein Bestes gegeben. Es wurden keine Fehler gemacht. Wir können absolut zufrieden sein mit dem Ergebnis.“

John Edwards: „Das waren sehr lange 24 Stunden – mit Sicherheit das anstrengenste Langstreckenrennen, das ich je bestritten habe. Der Nürburgring ist eben eine ganz besondere Herausforderung. Wenn man sich ansieht, welche Teams vor uns ins Ziel gekommen sind, dann ist Platz sechs ein hervorragendes Ergebnis für ein Privatteam wie Walkenhorst Motorsport. Ich freue mich sehr für die Jungs.“

Felipe Fernández Laser: „Es war mein erstes 24 Stunden Rennen und natürlich spannend, gerade der Doppelstint in der Nacht in den Sonnenaufgang war ein tolle eine Erfahrung, die werde ich so schnell nicht vergessen. Das Team hat einen super Job gemacht und mit Platz 6 können wir sehr zufrieden sein. Wenn man sich die ganzen Werksteams anguckt, die wir da geärgert haben. Die Reifen von Dunlop haben einwandfrei funktioniert. Jetzt wollen wir natürlich bei den nächsten VLN-Rennen noch einmal angreifen und wollen dieses Jahr noch einmal gewinnen.“

Thomas Hetzer: „Unglaublich, vier Menschen treffen im Februar aufeinander, die sich nicht kennen und ab der ersten Sekunde perfekt harmonieren, als Team funktionieren und die dann auch noch eine Mannschaft bekommen haben, die mit einer unglaublichen Ruhe und Perfektion über 24 Stunden gearbeitet hat. Es ist nichts schief gegangen. Das Auto war perfekt vorbereitet und wir hatten keine technischen Probleme. “

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