Letztes Wochenende stand einer der Höhepunkte der _MG_6708[2]Langstreckensaison 2018 auf dem Programm: das ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring. 150 Fahrzeuge waren dieses Jahr auf der Teilnehmerliste zu finden, die nach der Abnahme für das Training zugelassen waren. Dieses Jahr durfte das Walkenhorst Team den Shell Helix BMW M6 GT3 #102, auf dem unter anderem BMW Werkspilot Augusto Farfus am Steuer saß, einsetzen. Walkenhorst Motorsport schickte zwei weitere GT3-Fahrzeuge ins Feld, den M6 GT3 #101 sowie den Z4 GT3 #100. Des Weiteren waren der M4 GT4 #74 und der M235iR #238 in der Team-Box zu sehen. „Fahr zur Hölle und bleib das ganze Wochenende“ hieß es dieses Jahr erneut. Der normale Wahnsinn des 24h Rennens begann jedoch bereits am Montag mit der Ankunft der Trucks und ging am Dienstag mit dem Aufbau weiter. Bei herrlichem Sonnenschein und fast schon frühsommerlichen Temperaturen herrschte am Nürburgring eine tolle Stimmung im Team.

_MG_6724[2]Am Mittwoch folgte nach der technischen Abnahme der fanbeliebte Adenauer Racing Day. Welches Fahrzeug passte dort am besten hin? – Natürlich der Z4 GT3. Der sogenannte „Zetti“ stand diesmal ganz den Fans zur Verfügung. Bei dieser Veranstaltung gibt es keine Barrieren zwischen Fan, Fahrzeug und Fahrer. Pünktlich um 15:30 Uhr hatte sich der Fahrzeug-Corso über die Nordschleife in Bewegung gesetzt. Über 3.000 begeisterte Fans hatten sich versammelt um Fahrzeuge und Fahrer zu empfangen. Das PP Group Z4 GT3 #100 Fahrerquartett Peter Posavac, Jörg Müller, Alex Lambertz und Rudi Adams waren vor Ort für zahlreiche Interviews, Autogrammkarten und Fotos jederzeit anzusprechen.

Am  3G5A7901[1]Donnerstag ging es dann schon richtig los. Von 13:20 – 15:00 Uhr fand das freie Training statt und somit erhöhte sich das Rennfieber bei Fahrern, Teams und auch Fans. Um 20:30 Uhr ging es weiter mit dem 1. Qualifying, welches gerne als Nachttraining genutzt wird. Beim härtesten Langstreckenrennen der Welt kann man den Sieg nicht wirklich planen. Das hat Walkenhorst Motorsport diesmal sehr früh zu spüren bekommen, denn der M6 GT3 #101 schaffte es leider nicht am Rennen teilzunehmen. Beim 1. Qualifying hatte der Fahrer Jordan Tresson einen leichten Kontakt in der Fuchsröhre mit Höchstgeschwindigkeit, welcher zu einem sehr harten Einschlag rechts und danach links geführt hat. „Es ist sehr schade, dass es so gekommen ist und dass ich und meine Kollegen, Jordan Tresson, Ralf Oeverhaus und Andreas Ziegler nicht an dem Rennen teilnehmen können. Bei dem schweren Unfall hatten wir wahnsinniges Glück, dass Jordan nichts passiert ist“, so Teamchef Henry Walkenhorst, welcher selbst auf dem M6 GT3 #101 gestartet wäre._MG_6777[2]

Freitag. Da waren es nur noch Vier. Im Top 30 Qualifying sah es ganz gut aus. Der M6 GT3 #102 mit Augusto Farfus, Markus Palttala, Christian Krognes und Fabian Schiller schnappte sich Platz 18 für den Start. Der Z4 GT3 #100 gelang auf Platz 30. Der M4 GT4 #74 ließ alle hinter sich und eroberte den 1. Startplatz in seiner Klasse, die SP10. Darauf konnten die Fahrer, Thomas D. Hetzer, Raoul Owens, Nicolas Pohler und Florian Weber sowie das Team sehr stolz sein. „Last but not Least“ – Michael Mohr, Guy Stewart, und die Brüder Tim und Dirk Groneck auf dem M235iR #238, welcher in der Cup 5 Klasse auf Platz 15 startete, da sie durch Probleme am Getriebe keine gezeitete Runde fahren konnten. Nach dem Tausch des Getriebes konnte das Quartett ohne weitere Schwierigkeiten das Rennen starten._MG_7022[1]

Das Rennen begann am Samstag um 15:30 Uhr nach dem offiziellen „Starting Grid“ bei dem Familie, Freunde und Fans nochmal die Chance hatten bei den Fahrern und Teams zu sein. 24 Stunden pure Konzentration war nun angesagt. Die ersten Stunden verliefen sehr gut und wie geplant. Der erste Rückschlag fand erst nach drei Stunden statt, als Christian Krognes mit dem M6 GT3 #102 Kontakt hatte als er aus der Box rausgefahren war. Die Motorhaube löste sich und der Pilot musste erneut in die Teambox. Das zerstörte zwar etwas den Rhythmus, jedoch konnte das Fahrzeug weiterfahren und kämpfte sehr hart um wieder nach vorne zu kommen. Kurz darauf kam es leider zu einem Ausfall vom Z4 GT3 #100._MG_7144[1] Um 20:08 Uhr kam es zu einer Berührung mit einem anderen Fahrzeug im Bereich Kesselchen. In der schnellen Linkskurve nach dem Kontakt brach das Heck aus, der „Zetti“ schlug auf der linken Seite ein und blieb auf der rechten Fahrbahnseite liegen. Jörg Müller konnte glücklicherweise unverletzt aussteigen. Nach all der Vorbereitung ist es für das Team als auch für die Fahrer ein sehr trauriges Ereignis.

Der M4 GT4 #74 bewegte sich während des Rennens ganz vorne. Platz 1 war das Ziel. Doch wie bereits erwähnt, kann man bei so einem Rennen den Sieg nicht planen. Hier schlug die Eifel um 07:06 Uhr morgens zu und Nicolas Pohler rutschte im Bereich Wehrseifen in die Leitplanke. Das Fahrzeug konnte nicht mehr eingesetzt werden. Das machte dem Team zu schaffen. Nach 16 Stunden ganz weit vorne auf Platz 2 mitzufahren ist eine Top Leistung. Dementsprechend war die Enttäuschung doch etwas größer.

12:00 Uhr Sonntag. Rennabbruch auf Grund der Wetterbedingungen. Regen und Nebel begleiteten die letzten zwei Fahrzeuge vom Team Walkenhorst im Feld. Die Fahrzeuge mussten in der Box abgestellt werden und die „Renn-Uhr“ tickte weiter. Die Rennleitung entschied sich nachdem der Nebel etwas verschwunden war, das Rennen fortzuführen. Also ging es um 13:45 Uhr wieder ans Steuer. Der M6 GT3 #102 und der M235iR #238 zeigten eine tolle Leistung und ausgezeichneten Zusammenhalt. Mit dem 13. Platz im Gesamtklassensegment und als bester BMW im Feld schaffte es der M6 GT3 #102 beim 24h Rennen ins Ziel. Auch der M235iR #238 gab alles und nahm den 7. Platz in der Klasse Cup 5 mit nach Hause.

„Was für ein hartes Rennen. Wir mussten einige Rückschläge einstecken, aber wir sind stolz auf jeden Fahrer und jedes Teammitglied. Wochenlange Vorbereitung und zahlreiche schlaflose Nächte hat uns das Rennen gekostet. Trotzdem freuen wir uns jedes Mal erneut auf diese Herausforderung in der Eifel. Jetzt wird erstmal weiter gearbeitet, denn nächste Woche geht es für uns weiter nach Silverstone zum Blancpain GT Series Endurance Cup“, fügte Teammanager, Niclas Königbauer hinzu.