Nach ungefähr achtwöchiger Pause ging die VLN Langstreckenmeisterschaft am 24. Juni weiter. Auf dem Programm stand der 59. ADAC ACAS H&R-Cup und somit der dritte Lauf der Saison. Rund 150 Fahrzeuge nahmen bei VLN 3 die 24,358 Kilometer lange Strecke in Angriff. Die am stärksten besetzte Klasse war die Cup 5 für BMW M235i Racing Cup-Fahrzeuge. 20 konkurrierende Autos traten an.
Für Walkenhorst Motorsport waren wieder zwei Rennen parallel am Start. Das Team wurde in zwei Gruppen aufgeteilt. Der Junior M6 GT3 und der TOTAL M6 GT3 fuhren mit nach Frankreich und durften die Paul Ricard Strecke befahren, während der PP Group Z4 GT3 #36, der Identica M235iR #682 und der Purple Dot M235iR #681 auch am Nürburgring schönes „südfranzösisches“ Wetter genießen durften. Donnerstag Nachmittag kam kurz das bekannte Eifelwetter durch. Regen, Hagel und graue Wolken wurden im Fahrerlager nicht mit Freude begrüßt. Jedoch ließ das gleich wieder nach und es hieß Sonnenschein für VLN 3. Am Freitag gab es wie immer die Gäste-Taxifahrten, wo Walkenhorst Motorsport „Real Garant Versicherung AG“ – Gäste und auch von dem neuen Partner „TOTAL“, Gäste Willkommen hieß.

Obwohl es am nächsten Tag im(C) Evers Qualifying für den M235iR #681 Purple Dot gut aussah und auf Platz 6 in der Cup 5 Klasse starten durfte, hat die grüne Hölle diesen erwischt. Für die britischen Fahrer Sebastian Morris, Rory Butcher und Richard Mills war dies ein sehr trauriges Ereignis. Die Freude von Sebastian Morris, welcher das Rennen im Purple Dot M235iR #681 starten durfte, hielt leider nicht lange an. Das Fahrzeug musste 9 Minuten nach Start in die Box transportiert werden und wurde auf Grund eines technischen Defekts abgestellt.

 

 

_MG_7751[1]Für den Identica M235iR #682 sah es etwas besser aus. Dieser startete auf Platz 12 im Cup 5 und wurde von Florian Weber, Stefan Kruse und Ace Robey, welcher aus den USA anreiste pilotiert. Nachdem der Identica M235iR #682 sich 3 Stunden und 22 Minuten bei der starken Konkurrenzanzahl sehr gut schlug, geriet der dieser mit Ace Robey als Fahrer mit einem Porsche Cayman GT4 in eine Kollision, sodass er in die Leitplanken gedrängt wurde. Das Rad vorne ist komplett vorne abgerissen und die Karosserie wurde beschäftigt. Das wichtigste ist jedoch, dass dem Fahrer nichts passiert ist und dieser trotzdem gerne wieder den Nürburgring bzw. die sogenannte „grüne Hölle“ auf sich nimmt.

Besser lief es da für den PP Group „Zetti“ Z4 GT3 #36. Peter Posavac, Claudia Hürtgen und Alex Lambertz starteten das Rennen auf Platz 9 im Gesamtklassensegment und schlugen sich auf Platz 6 durch. Wieder ein Erfolg für die Piloten mit dem Z4 GT3. Besonders der Walkenhorst Motorsport Junior Alex Lambertz freute sich, dass das erste Jahr im GT3 so gut läuft.

(C) Evers

Leider ist auch zu erwähnen, dass der bekannte Crystal Flake M6 GT3 #100 nicht am Rennen teilnehmen konnte. Der Unfall am 24h-Rennen war so gravierend, dass das Team aus Sicherheitsgründen entschied das Auto nicht an den Start zu bringen. Auch die Fahrer Michele di Martino, Matias Henkola und Christian Krognes waren enttäuscht, freuen sich jedoch umso mehr auf VLN 4. Wobei Christian Krognes stattdessen in Paul Ricard auf dem Junior M6 GT3 startete und auch dort wieder seine Schnelligkeit bewies.

Im Großen und Ganzen prüfte VLN 3 wieder Teamgeist und Geduld. Diesen Test hat das Walkenhorst Motorsport Team mit Gravur bestanden trotz Abwesenheit des technischen Leiters und Teammanagers. Da diese in Frankreich für Blanc Pain GT Series vor Ort sein mussten wurde vollstes Vertrauen in die Jungs gesetzt. „Es ist toll zu sehen, dass man sich immer auf unsere Jungs verlassen kann, obwohl man selbst nicht anwesend ist. Das macht uns Stolz.“, so Teammanager Niclas Königbauer.

VLN 4 steht schon wieder in 1,5 Wochen an. Dort wird das Walkenhorst Motorsport Team wieder mit alle Mann am Nürburgring antreten. „Dieses Jahr wird es keine parallele Veranstaltung mehr geben. Jedoch haben wir noch eine große Herausforderung, der wir uns stellen. Das 24h Spa Rennen vom 27. -30. Juli für Blanc Pain GT Series. Nach dem 4. VLN-Lauf macht das Team direkt mit den Vorbereitungen dafür weiter.“, verriet technischer Leiter, Steve Baumann.