205.000 Zuschauer und Walkenhorst Motorsport mittendrin. Beim schwersten und gefährlichsten 24h Rennen der Welt nahm das Team wieder dieses Risiko am Nürburgring mit fünf Fahrzeugen auf sich. Fahr zur Hölle und bleib das das ganze Wochenende!!! So hieß es am Ring. Jedoch ist die Frage ob man wirklich nur das Wochenende blieb? Unser Team zumindest nicht. Am Montag vor dem Rennen begannen die Vorbereitungen vor Ort. Sogar tausende „Camper“ fand man auch schon am Montag um den Nürburgring.

Bereits am Donnerstag beim ersten Qualifying, war die Strecke vollgepackt mit Zuschauern, die den Beginn des 24h Wochenendes feierten. Tausend weitere Fans durften das Rennen auch im Fernsehen auf RTL Nitro verfolgen. Was man vor allem erwähnen sollte, ist das Wetter. Das ganze Wochenende durften die Teams bis zu 30 Grad genießen. Für die Eifel ganz ungewöhnlich. Das hieß für die Fahrer knappe 60-70 Grad im Auto. Das Wetter wurde noch ein entscheidender Punkt, denn kurz vor Ende begann es noch einmal zu regnen. Natürlich war Walkenhorst Motorsport bestens mit Regenreichen vorbereitet.

 

Das erste Qualifying startete Donnerstagabend um 20:00. _MG_4772[1] Gleichzeitig nutzten die Teams dieses auch als Nachttraining. Hier glänzte der Dunlop M6 GT3 #100 auf Platz 13 Gesamt. Der zweite M6 GT3 #101 kam auf Platz 30 und der von der PP Group gebrandete Z4 GT3 #102 auf Platz 35. Auch die kleinen M235iR kamen gut voran. Das beliebte Knuffi Design mit der #236 kam im Cup 5 auf Platz 9 und unser neue Chrom-folierte IDENTICA M235iR mit der #237 raste auf Platz 13. Kaum war das erste Qualifying beendet, begann Freitag morgen schon das zweite. Obwohl dieses ganz gut begonnen hatte, musste das Team und die Fahrer des Dunlop Crystal Flake #100 einen Rückschlag erleiden. Kurz bevor das 2. Qualifying durch war, geriet der M6 GT3 von der Strecke und krachte mit dem Heck somit an die Leitplanke. Leider war das Fahrzeug nicht mehr einsatzfähig. Nachdem der Dunlop Crystal Flake M6 GT3 #100 es im ersten Qualifying in der Gesamtklasse auf Platz 13 schaffte, war das für Walkenhorst Motorsport ein trauriges Ereignis, da dieser auch somit nicht im Top 30 Qualifying mitmachen konnte. Für die Piloten Christian Krognes, Michele di Martino, Matias Henkola und Nico Menzel ging das Rennen leider zu Ende bevor es richtig gestartet hatte.

_MG_4733[1]Besser lief es da für den anderen M6 GT3 Playstation #101, der von Walkenhorst Motorsport auch beim 24h Rennen eingesetzt wurde. Besetzt von dem Teamchef Henry Walkenhorst, Jordan Tresson, David Schiwietz und Jaap van lagen, welcher von einem GT3 auf den anderen gesprungen ist, schaffte es der Playstation M6 GT3 im ersten Qualifying in der Gesamtklasse auf Platz 13. Mit einer Bestzeit von 8:22.640 in der SP9 – Klasse landete die #101 im zweiten Qualifying auf Platz 18. Leider schaffte es der Playstation mit der #101 zwar nicht durchs Ziel, blieb dem Team aber 12 Stunden und 23 Minuten treu. Da der technische Defekt nicht so schnell zu reparieren war, entschied sich das Team das Fahrzeug abzustellen und sich auf die restlichen Autos zu konzentrieren.

 

Der Z4 GT3 #102, das bekannte und _MG_5817[2]älteste Fahrzeug des Teams blieb treu und startete auf dem Platz 34 das Rennen. Obwohl dem beliebten „Zetti“ die besten Zeiten aus beiden Qualifying Läufen gestrichen wurden, weil man zu schnell in die Boxengasse fuhr, ließ dieser nicht locker und setzte sich durch. Besetzt mit Peter Posavac, Alex Lambertz, Jaap van Lagen und Tobias Schulze überzeugte die Rennbolide durch eine tadellose Leistung seiner vier Piloten. Einer der jüngsten Fahrer im Team, Alex Lambertz durfte starten und freute sich irrsinnig auf sein erstes 24h Rennen auf einem GT3. Nach 24 fehlerfreien Stunden und 11 Minuten schaffte es der Z4 GT3 #102 durch das Ziel und erreichte Platz 17 in der Gesamtklasse und den zweiten Platz in der SP9-LG-Klasse.

 

Bei den beiden BMW M235iR gab es für Walkenhorst Motorsport ein lachendes und ein weinendes Auge.#236 auf Startplatz 112 Die #236 mit dem ganz beliebten M235iR Knuffi-Design schaffte es leider nicht durchs Ziel. Dabei lief für Thomas D. Hetzer, Raoul Owens,Thomas Leyherr und den Japaner Kato Teruaki am Anfang noch alles nach Plan. Von Platz 9 im ersten Qualifying schafften es die Piloten auf Platz 5 im zweiten Qualifying im Cup 5. Nichts desto trotz fuhr „Knuffi“ genau 18 Stunden ohne wirklich Probleme zu haben, bis er leider am sogenannten „Karusell“ von der Strecke abkam und somit abgestellt werden musste.

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Dafür muss der Identica M235iR #237 stark gelobt werden. Trotz defektem Turbolader schafften es die Piloten, Florian Weber, Stefan Kruse, Kasper H. Jensen und Guy Stewart nach genau 24 Stunden auf Platz 4 im Cup 5 durchs Ziel. Das war der Lohn der harten Arbeit und langen Nacht.

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„Alles in allem sind wir mit dem 24h-Rennen mehr als zufrieden“, freute sich Königbauer, „das Team hat super zusammengearbeitet, die Fahrer haben einen tollen Job gemacht und das Wetter hat auch mitgespielt.“ Immerhin kann sich die Mannschaft ein wenig erholen. Beim nächsten VLN-Lauf am 24. Juni steht dann der nächste Auftritt auf dem Nürburgring und parallel in Frankreich auf der Paul Ricard Strecke für BlancPain an.